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CMS oder kein CMS
auf Ihrer Website?

Eine Content-Management-System (wie WordPress oder Joomla) macht das eigene Publizieren und Erweitern einfach. Eine reine HTML-Website liefert dagegen minimale Komplexität, Topgeschwindigkeit und kaum CMS-Wartung.

Hier stellen wir beide Welten nebeneinander: Schwachstellen, Kosten, Geschwindigkeit — und wann welcher Ansatz am klügsten ist.

  • HTMLKleine Angriffsfläche, keine CMS-Updates.
  • CMSFlexible Verwaltung, aber laufende Wartung.
  • MaßarbeitWir bauen beides — ehrliche Beratung.

Zwei unterschiedliche Philosophien

Bei einer CMS-Website läuft auf dem Server Software, die Seiten zusammensetzt: Datenbank, Admin-Login, Themes und oft Dutzende Plug-ins. Das gibt Kraft und Komfort, aber auch strukturelle Wartung: Jedes Glied dieser Kette kann Sicherheitsupdates benötigen.

Bei einer statische HTML-Website besteht die Live-Website aus festen Dateien (HTML, CSS, Bilder). Es gibt kein CMS, das Sie aktualisieren müssen, um “sicher zu bleiben” — im selben Sinne wie bei WordPress oder Joomla. Hosting und eventuelle Individualskripte bleiben relevant; der größte Teil der klassischen CMS-Angriffsfläche entfällt.

Vergleich in Kürze

Vergleich zwischen statischem HTML, WordPress und Joomla in sieben Punkten.
Thema Statisches HTML WordPress Joomla
Inhalte selbst ändern Über uns oder in HTML Kein eingebauter Editor Ja Über Admin und Editor Ja Über das Backend
Datenbank auf dem Server Keine Datenbank Standardmäßig nicht nötig MySQL/MariaDB MySQL/MariaDB
Geschwindigkeit erste Ladezeit Sehr hoch Server liefert direkt aus Gut bis mittel Abhängig von Theme und Plug-ins Gut bis mittel Cache & Erweiterungen bestimmen viel
Hosting (pro Jahr) € 69,-/Jahr HTML-only-Paket, ohne E-Mail € 135,-/Jahr Basispaket geeignet für CMS
Wartung (pro Jahr) Kein fester Betrag Kosten nur bei Änderungen, auf Abruf € 379,-/Jahr Updates, Backups und feste Stunden — siehe Website-Wartung. Genaue Konditionen immer im Angebot.
Baupreis Maßarbeit (ab) € 399,- Maßarbeit, keine CMS-Schicht € 999,- Maßarbeit auf CMS
Schwachstellendruck (CMS-Schicht) Sehr niedrig Kein CMS zum Patchen Hoch Vor allem über Plug-ins/Themes Mittel Niedriger als das WP-Ökosystem, aber strukturell

Schwachstellen: Was sagen die Zahlen?

Öffentliche Datenbanken und Security-Übersichten zählen Meldungen — nicht automatisch “gehackte Websites”. Dennoch erkennen Sie so ein klares Muster: Je größer das Ökosystem und je mehr Erweiterungen, desto mehr bekannte Schwachstellen kommen pro Jahr hinzu, die Sie verfolgen und mitigieren müssen — mit Updates.

  • WordPress-Ökosystem (2024): 7.966 neue Schwachstellen in Core, Themes und Plug-ins zusammen — ein Anstieg von 34 % gegenüber 2023. 97 % davon stecken in Plug-ins, 3 % in Themes und nur 0,2 % in WordPress-Core selbst.
  • Joomla-Ökosystem (2024): etwa 43 neue CVEs über Joomla-Core und gängige Erweiterungen zusammen. Absolut viel weniger, auch weil das Joomla Extensions Directory (~5.700 Erweiterungen) etwa 10× kleiner ist als das WordPress-Plug-in-Repository (~59.000). Updates bleiben nötig.
  • Zum Vergleich: Innerhalb dieser Ökosysteme ist der Kern selbst sehr klein. WordPress-Core hatte 2024 etwa 13 CVEs, Joomla-Core etwa 15. Der weitaus größte Teil des Risikos steckt also in Plug-ins/Erweiterungen und Themes.
  • Statisches HTML: keine CMS-Schicht, also 0 CMS- oder Plug-in-CVEs im Blick zu behalten. Server, TLS und eventuell Formular- oder Analytics-Code brauchen weiterhin Aufmerksamkeit — wie bei jeder anderen Website.

Quellen. WordPress-Ökosystem: Patchstack, State of WordPress Security in 2024. Joomla-Ökosystem (rollierend 365 Tage, Tag “Joomla”): CVE Daily; Joomla-Core speziell: akaoma.com (vendor: Joomla). Umfang des Erweiterungsmarkts: Joomla Extensions Directory und WordPress Plugin Directory. Zählmethoden unterscheiden sich je Quelle; nutzen Sie die untenstehende Grafik als Größenordnung, nicht als exakte Vorhersage für eine bestimmte Website.

Maßstabsgetreu: Anzahl neuer Schwachstellen im Jahr 2024 je Ökosystem (Core + Themes/Erweiterungen + Plug-ins). Quelle: Patchstack & CVE Daily.
WordPress-Ökosystem Core + Themes + Plug-ins 7.966
Joomla-Ökosystem Core + Erweiterungen 43
Statisches HTML 0

Linear maßstabsgetreu: WordPress-Ökosystem = 100 %, Joomla-Ökosystem ≈ 0,54 % (43 ÷ 7.966), statisches HTML = 0 %. WordPress hat zudem etwa 10× so viele Plug-ins verfügbar wie Joomla-Erweiterungen, was einen Teil des Unterschieds erklärt. Zählmethoden unterscheiden sich je Quelle; nutzen Sie das als Größenordnung.

Vorteile einer reinen HTML-Website

  • Weniger bewegliche Teile — kein CMS-Kern, kein Theme-Stack und keine Plug-in-Kette, die am Laufen gehalten werden müssen.
  • Kein verpflichtender CMS-Wartungstarif — zahlen Sie für Hosting und für Änderungen, wenn Sie diese brauchen (siehe auch Website ohne Wartungskosten).
  • Top-Leistung — der Server liefert statische Dateien; ideal für Core Web Vitals und schlankes Hosting.
  • Kleinerer Angriffsvektor — kein /wp-admin und kein Joomla-Backend, das auf jeder Installation gleich aussieht.
  • Planbare Kosten — niedrigerer Einstieg für Maßarbeit (bei uns ab € 399,-).
  • Nachhaltiger pro Besuch — weniger Serverarbeit pro Seite; siehe CMS vs. HTML Nachhaltigkeit.
  • Kein Anbieter-Lock-in — universelle Technik, die nahezu jeder Webbauer übernehmen kann, Sie sind also nicht an einen Anbieter oder eine Plattform gebunden.

Wann ist ein CMS doch die bessere Wahl?

Wählen Sie ein CMS, wenn Sie häufig selbst publizieren möchten, viele Autoren haben, komplexe Rechte benötigen oder Anbindungen an andere Systeme über das CMS standardisieren wollen. WordPress und Joomla sind dann eine starke Basis — vorausgesetzt, Sie nehmen die Wartung ernst oder lagern sie aus.

Zusammengefasst

HTML gewinnt bei Einfachheit, Geschwindigkeit und planbaren laufenden Kosten für typische Präsentationswebsites — oft genau der Grund für eine Website ohne WordPress. CMS gewinnt bei Autonomie und skalierbarer Verwaltung. Die Antwort auf “CMS oder kein CMS?” lautet also: abhängig davon, wie Sie arbeiten — und wir helfen Ihnen, das ehrlich abzuwägen.

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