Wie funktioniert ein Kontaktformular?
Ein Kontaktformular ist das Eingabefeld auf einer Website, mit dem Besucher Ihnen eine Nachricht senden, ohne ihr Mailprogramm zu öffnen — hinter den Kulissen verarbeitet ein kleines Skript die eingegebenen Daten und leitet sie als E-Mail weiter.
Was passiert, wenn jemand auf Senden klickt?
Von außen wirkt es einfach, aber es laufen einige Schritte nacheinander ab:
- Der Besucher füllt die Felder aus, zum Beispiel Name, E-Mail-Adresse und Nachricht.
- Beim Senden schickt der Browser diese Daten an ein Skript auf dem Webserver.
- Das Skript prüft, ob alles stimmt und vollständig ist.
- Anschließend stellt es eine E-Mail zusammen und sendet sie an Ihr Postfach. Manchmal wird die Nachricht auch gespeichert.
- Der Besucher bekommt eine Bestätigung zu sehen, dass die Nachricht angekommen ist.
Die empfangene E-Mail kommt von Ihrem eigenen Server, mit der Adresse des Besuchers als Antwortadresse. So können Sie mit einem Klick antworten.
Warum Validierung wichtig ist
Validierung ist das Prüfen der eingegebenen Daten. Das geschieht an zwei Stellen. Im Browser erhält der Besucher sofort einen Hinweis bei einem leeren Pflichtfeld oder einer E-Mail-Adresse ohne @ — angenehm, aber nicht zuverlässig, denn diese Prüfung lässt sich umgehen. Deshalb prüft das Skript auf dem Server alles noch einmal. Diese zweite Prüfung ist die eigentliche: Nur was dort freigegeben wird, gelangt zu Ihnen.
Spam abwehren
Ein öffentliches Formular zieht unvermeidlich automatisierten Spam an. Es gibt zwei häufig genutzte Techniken:
- Honeypot: ein verstecktes Feld, das Menschen nicht sehen und daher leer lassen. Füllt ein Bot es dennoch aus, wird die Einsendung ignoriert. Unsichtbar für Ihre Besucher.
- reCAPTCHA: ein Dienst, der beurteilt, ob der Absender ein Mensch ist. Moderne Versionen arbeiten meist im Hintergrund, ohne Rätsel.
Ergänzend hilft es, die Anzahl der Einsendungen pro Zeitraum zu begrenzen und verdächtige Inhalte abzuweisen.
Auch auf einer Website ohne CMS
Ein häufig gehörtes Missverständnis ist, dass Sie ein CMS für ein funktionierendes Formular brauchen. Das stimmt nicht. Auch eine statische HTML-Website kann problemlos ein Formular haben: Nur dieses eine kleine Skript auf dem Server erledigt die Arbeit, während der Rest der Website statisch bleibt. Sie behalten also die Geschwindigkeit und Sicherheit einer statischen Website, mit vollwertiger Funktionalität. Weil dieses Skript der einzige dynamische Bestandteil ist, verdient es besondere Aufmerksamkeit bei der Sicherheit — siehe auch eine Website, die nicht zu hacken ist.
Datenschutz und die DSGVO
Mit einem Formular verarbeiten Sie personenbezogene Daten, es gelten also Regeln. Halten Sie es praktisch:
- Fragen Sie nur ab, was Sie wirklich brauchen, um antworten zu können.
- Sorgen Sie dafür, dass die Website über https läuft, damit der Versand verschlüsselt ist; siehe SSL-Zertifikat und https.
- Erklären Sie kurz, wofür Sie die Daten verwenden, und verweisen Sie auf Ihre Datenschutzerklärung.
- Bewahren Sie Einsendungen nicht länger als nötig auf und sichern Sie den Ort, an dem sie landen.
Ein Formular, das einfach funktioniert
Ein gutes Formular ist kurz, klar und gibt saubere Fehlermeldungen. Testen Sie regelmäßig, ob Nachrichten tatsächlich ankommen — eine stille Störung bemerken Sie sonst erst, wenn Kunden sich beschweren, dass sie nichts hören. Ein Beispiel dafür, wie wir das umsetzen, sehen Sie auf unserer eigenen Kontaktseite.