Website gehackt: was nun?

Ist Ihre Website gehackt, zählt vor allem ein ruhiges, geordnetes Vorgehen: die Website vorübergehend abschalten, Passwörter ändern, ein sauberes Backup zurückspielen und die dahinterliegende Lücke schließen.

Wie erkennen Sie einen Hack?

Eine Infektion ist längst nicht immer als klassische “gehackt”-Meldung sichtbar. Häufige Anzeichen:

  • Ihr Browser oder Google zeigt eine Warnung, dass die Website unsicher ist.
  • Auf Seiten stehen fremde Texte, Links oder Anzeigen, die Sie nicht platziert haben.
  • Besucher werden auf eine unbekannte Website weitergeleitet.
  • Die Website ist plötzlich viel langsamer oder gibt Fehlermeldungen.
  • Von Ihrer Domain wird Spam versendet, oder Ihre E-Mail kommt nicht mehr an.
  • Sie können sich selbst nicht mehr anmelden, oder es gibt Administratorkonten, die Sie nicht kennen.

Was tun Sie sofort?

  1. Bleiben Sie ruhig und löschen Sie noch nichts. Überstürztes Löschen von Dateien erschwert die Untersuchung der Ursache.
  2. Nehmen Sie die Website vorübergehend offline oder in den Wartungsmodus. So schützen Sie Besucher und verhindern weiteren Schaden an Ihrem Ruf.
  3. Ändern Sie alle Passwörter: Hosting und Kontrollpanel, das CMS, FTP/SFTP, die Datenbank und die E-Mail-Konten. Verwenden Sie neue, einmalige Passwörter.
  4. Informieren Sie Ihren Hostinganbieter. Er sieht oft in den Logdateien, wann und worüber es passiert ist, und kann mithelfen.
  5. Erstellen Sie zuerst eine Kopie der aktuellen Situation bevor Sie aufräumen, damit Sie später noch untersuchen können, was passiert ist.

Die Website wiederherstellen

  1. Spielen Sie ein sauberes Backup zurück von vor der Infektion. Achten Sie auf das Datum: Das neueste Backup ist möglicherweise schon befallen. Siehe Backups erklärt.
  2. Scannen und aufräumen. Bei WordPress oder Joomla werden oft Dateien verändert oder zusätzliche Dateien hinterlassen. Prüfen Sie auch auf unbekannte Administratorkonten und geplante Aufgaben.
  3. Aktualisieren Sie alles: den Kern des CMS, alle Themes und alle Erweiterungen. Entfernen Sie, was Sie nicht nutzen.
  4. Prüfen Sie das Ergebnis in einem privaten Fenster: Gibt es keine fremden Weiterleitungen mehr und funktioniert alles wie es soll?
  5. Nehmen Sie die Website wieder online und beantragen Sie bei Google nötigenfalls eine erneute Prüfung, wenn dort eine Warnung stand.

Suchen Sie die Ursache

Wiederherstellen, ohne die Ursache zu finden, bedeutet meist, dass das Problem zurückkommt. In der Praxis geht es fast immer um eine veraltete Erweiterung oder CMS-Version, ein schwaches oder wiederverwendetes Passwort oder eine Lücke in Software von Drittanbietern. Sind Sie sich über den Einstiegspunkt nicht sicher, lassen Sie es prüfen, bevor Sie weitermachen.

Hilfe bei der Wiederherstellung nötig?

Wir helfen beim Aufräumen und Wiederherstellen einer infizierten WordPress-Website oder einer kaputten Joomla-Website. Stecken Sie mittendrin und möchten Sie schnell handeln, nehmen Sie gerne direkt Kontakt mit uns auf.

Und danach?

Sobald die Website wieder läuft, ist der Moment gekommen, eine Wiederholung zu verhindern: Updates aktuell halten, Backups prüfen und die Angriffsfläche verkleinern. Diese Maßnahmen stehen in eine gehackte Website verhindern. Dauerhaft weniger Risiko haben Sie mit einer Website ohne CMS, schlicht weil es viel weniger gibt, das angegriffen werden kann.